Sonntag, 8. April 2012

Jean Giono--Das Lied der Welt

Von Jean Giono las ich vor einigen Jahren In Italien um glücklich zu sein; deshalb um eine Einstimmung für den Urlaub in diesem wunderschönen Land zu haben.
Nun fand ich im Internet eine Anregung mich einmal mit dem Roman Das Lied der Welt zu befassen. Keine falsche Entscheidung.  
Jean Giono war Zeit seines Lebens ein naturverbundener und auch ortsgebundener Mensch. Er lebte in der Provence (wohl nicht die schlechteste Gegend) und war der Gegend, der Landschaft sehr verbunden auch in seinem literarischen Werk. Durch Kriegserlebnisse wurde er zum Pazifisten und nach dem II. Weltkrieg der Kollaboration verdächtigt, was dazu führte, daß er einige Jahre nicht publizieren konnte (durfte?).
Das Lied der Welt ist nun auch so ein erdverbundener Roman. Eine Geschichte von Mord und Totschlag, Liebe und Hoffnung. Immer eingebettet in eine grandiose Landschaft. Einfache Mensch, nicht einfache Charaktere bestimmen die Geschichte. Menschen, mit eindeutigen Moralvorstellungen und Meinungen. Ein Wort zählt noch etwas in diesem Roman! Und immer wieder eindrückliche Schilderungen von Landschaften. Der Fluß spielt eine wichtige Rolle in diesem Roman. Er bestimmt das Leben, die Abläufe.
Vielleicht eine Bild für den Fluß des Lebens? Genau wird der Fluß in seinem Verhalten, so seltsam das klingt, geschildert. Fast schon vertraut wirkt er durch diese Beschreibung.
Aber auch etwas Kritik an diesem Roman sei erlaubt: natürlich ist die Sprache von damals (1931 erschienen), das muß man sich beim lesen klar sein. Dennoch ermüdet die Sprache mit der Zeit. Jean Giono hat zwar die Begabung sehr prosaisch und anrührend zu schreiben, andererseits wirkt er dabei nicht so frisch wie andere Autoren.
Dennoch ein Schriftsteller, der aufgrund seiner Authentizität sehr empfehlenswert ist!

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