Donnerstag, 5. Juli 2012

Gasperlmaier--die 2te


Da ist er nun, der zweite Krimi mit dem Polizeiinspektor Gasperlmaier. Wieder siedelt Herbert Dutzler die Geschichte im idyllischen Landstrich am Aussee in der Steiermark an. Unser etwas trotteliger, immer etwas langsam von Verstand seiender Polizist Gasperlmaier trifft schon zu Anfang der Geschichte auf zwei Leichen. Beides sind Frauen und sie sind vom Loser, dem Wahrzeichen der Ausseeregion zu Tode gestürzt. So sieht es zunächst aus.
Jedoch steht es schnell fest: Mord. Und Frau Dr. Kohlross, die taffe Polizeibeamtin, auch eine vertraute Person aus dem ersten Krimi von Herbert Dutzler, Letzter Kirtag, übernimmt die Ermittlungen. Und unser gemütlicher Gasperlmaier im Schlepptau. Dieser Gasperlmaier, der eigentlich immer nur von einem einer gepflegten Jause und einem friedlichen Dienst träumt. Ihm, der schon bei dem Anblick der Leichen schlecht wird, passieren immer diese Dinge! Nur keine Hektik im beschaulichen Landstrich rund um den Aussee. Dort weit gefehlt, rasant entwickelt sich die Geschichte und der bemitleidenswerte Gasperlmaier mittendrin. Schnell merken die Protagonisten, dass die beiden Leichen irgendwie etwas miteinander zu tun haben. Und die Hatz nach dem Mörder beginnt. Ein gelungenes Tempo entwickelt der Roman. Beide, Frau Dr. Kohlross und Gasperlmaier, sind ständig in Bewegung und auf der Suche nach dem Mörder. Das es dann noch weitere Morde gibt, passt in die Geschichte. Passt nicht nur, sondern wird auch von Dutzler auch köstlich eingebaut. Dann, wenn Frau Dr. Kohlross in einem Anflug von Ärger Gasperlmaier fragt, ob sich denn jetzt die Ausseer gegenseitig ausrotten wollten. Es sind diese kleinen Anekdoten, die immer wieder eingeflochten, diesem Krimi so lesenswert machen. Und natürlich das Duo Gasperlmaier/Dr. Kohlross. Beinah ist man geneigt zu sagen, Intellekt stößt auf Unvermögen. Aber damit würde man der liebenswerten Figur des Gasperlmaiers Unrecht tun. Ein bauernschlauer, durchaus gewitzter Bursche ist er. Und, ohne etwas zu verraten, häufig mit seinen Ansichten, Gedanken und Meinungen nahe an der Aufklärung des Falles.
Was will der Leser mehr: erhält er doch einen rasanten und besonders von den Charakteren lebenden Krimi mit einer gehörigen, dazu passend, Portion Lokalkolorit.
Also: eine gelungene Fortsetzung der Gasperlmaierschen Tollpatschigkeit!

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